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Innungstarifverträge gelten für alle Arbeitnehmer im Betrieb

Kammer soll tarifliche Arbeitszeit bei Ausbildungsverträgen beachten

15.09.2017 I Report Mainz berichtete am 29. August, dass Kammern Ausbildungsbetriebe schlecht kontrollieren. Die IG Metall Essen deckt Unstimmigkeiten bei Ausbildungsverträgen im Handwerk auf.

Die IG Metall Essen reklamiert Verstöße bei der Kreishandwerkerschaft. Die IG Metall hatte unter Ihren Mitgliedern und bei Berufsschülern aufgerufen, nicht korrekt eingetragene Ausbildungsverträge zu melden. Die Kreishandwerkerschaft Essen trägt die Arbeitszeit bei innungsgebundenen Betrieben nicht in allen Fällen korrekt ein. Bei Innungsbetrieben, wie zum Beispiel im Elektrohandwerk, gilt eine 36-Stunden Woche. Die IG Metall entdeckt Ausbildungsverträge, in welchen die Kammer eine 40-Stunden-Woche bestätigt. Den Auszubildenden gehen durch den fehlerhaften Eintrag wöchentlich um 16-20 € Ausbildungsvergütung verloren.

Die Gewerkschaften fordern deshalb ein unabhängiges Kontrollinstitut und eine Änderung des Berufsbildungsgesetzes.

Ausbildungsvertrag aus dem Elektrohandwerk. In Innungsgebundenen Betrieben gilt eine 36-Stunden-Woche für alle Arbeitnehmer und die Auszubildenden.

Die Kreishandwerkerschaft in Essen wurde zur Korrektur aufgefordert. Diese weist den Antrag zurück und sieht sich nicht als Aufsichtsbehörde. Das sieht die IG Metall anders, denn die Kreishandwerkerschaft prüft im Auftrag der Handwerkskammer, ob Ausbildungsverträge den tariflichen und gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Um doch noch zu einem korrekten Verfahren zu gelangen, hat die IG Metall jetzt die Handwerkskammer in Düsseldorf zur Vermittlung eingeschaltet.

Zum Beitrag von Report Mainz: Wie Nachwuchskräfte ausgenutzt werden

Bericht: Alfons Rüther, IG Metall Essen