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15 Jahre Einsteiger-Wochenenden

Ein Erfolgsmodell mit neuen Vorzeichen

03.10.2017 I 15 Jahre lädt die IG Metall die neuen Auszubildenden zum Wochenende nach Sprockhövel ein. Auch die neue Generation hält daran fest, die IG Metall an einem Wochenende kennen zu lernen.

Ein Erfolgsmodell ist es, gleich an zwei Wochenenden im September das Bildungszentrum der Jugend zu überlassen. Was sind die Gründe, dass die Jugend immer noch an einem ganzen Wochenende die IG Metall kennen lernen will und was hat sich geändert?

Aus sechs Betrieben beteiligten sich Neuanfänger am Wochenendseminar in Sprockhövel. Fast gelungen ist auch die Menschenkette als IGM-Zeichen auf dem Hof der Bildungsstätte.

Die ab 1995 geborenen werden als Z-Generation bezeichnet. Sie wachsen in einem digitalen Zeitalter auf, welches sie zu einem ausgeprägten Selbstbewusstsein erzieht. Argumente werden gleich über das Smartphone hinterfragt und soziale Netzwerke tragen zu intensiven Meinungsbildung bei. Welche Rolle nehmen dabei IG Metall und Interessenvertreter ein?

Die Jugend fordert, dass die Arbeit Spaß machen muss und dazu sind ausgebildete Interessenvertreter und eine starke Organisation notwendig, erklärt Jugendreferentin Alexandra Schmidt. Jugend- und Auszubildendenvertreter, Betriebsräte und IG Metall übernehmen dabei Aufgaben, mit denen die Jugend ihre Ziele im Betrieb verwirklichen kann.

Doch in den 15 Jahren hat sich einiges gerändert. Früher war es die persönliche Ansprache des Interessenvertreters im Betrieb. Heute funktioniert die Mobilisierung weitgehend über WhatsApp. In Facebook werden dann Erfahrungen ausgetauscht, wie das Wochenende abgelaufen ist. Die Erfahrungen dienen dann zur Mobilisierung im nächsten Jahr.

Bericht und Fotos: Alfons Rüther, IG Metall Essen