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IG Metall will mehr Tarif durchsetzen

Aktive Tarifrunde in Mülheim-Essen-Oberhausen

07.03.2018 I Fünf engagierte und erfolgreiche Warnstreikaktionen in MEO konnte Volker Becker-Nühlen, 1. Bevollmächtigter Essen-Mülheim, den Delegierten berichten.

In einem achtminütigen Filmbeitrag (Link siehe unten) konnten sich die Delegierten der IG Metall MEO einen Überblick über die durchgeführten Warnstreiks verschaffen. Becker-Nühlen informierte über fünf gelungene und engagiert geführte Warnstreiks in der Metall-Elektroindustrie. „MEO hat hier einen guten Beitrag zum Gelingen des Tarifabschlusses geleistet“, stellte Becker-Nühlen zufrieden fest.

Becker-Nühlen berichtet den Delegierten den Ablauf der Tarifrunde in der Metall-Elektroindustrie

Mit vielen Diskussionsbeiträgen über die Auswirkungen des Tarifergebnisses nahmen die Delegierten den Bericht zufriedenstellend zu Kenntnis und erteilten den Vorständen in MEO Entlastung für die erfolgreiche Arbeit.

Gemeinsamer Warnstreik MEO + G am 23. Januar in Mülheim

„Der Einstieg in mehr Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten ist gelungen, Beschäftigte können nach einer Verkürzung der Arbeitszeit zu Vollzeit zurückkehren“, erläutert Becker-Nühlen. Tarifgebundne Unternehmen in der Metall-Elektroindustrie seien jetzt für Fachkräfte noch interessanter, da die Arbeitnehmer Einfluss auf ihre Arbeitszeiten nehmen können.

Umso mehr kritisiert Becker-Nühlen die Arbeitgeberverbände in Mülheim und Oberhausen. Sowohl in Mülheim als auch in Oberhausen habe jeweils ein Unternehmen in den OT-Verband gewechselt, um die Anerkennung des Tarifabschlusses zu umgehen. „Das“, so Becker-Nühlen, „sei die Schattenseite des Abschlusses. Die Arbeitgeberverbände entziehen sich durch die Möglichkeit einer OT-Mitgliedschaft dem Grundgesetzauftrag, Arbeitsbedingungen für die Betriebe zu regeln.“

Becker-Nülhen sieht in der Verbandsflucht eine zentrale Aufgabe für die drei Geschäftsstellen, künftig die Tarifbindung in MEO zu stärken.

Zum Film über die Warnstreiks in MEO