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Insolvenzverwalter kann Maschinendiebstahl abwenden

Die Maschinen sind zurück in Essen-Dellwig

21.03.2018 I Anfang Januar transportierte die Firma IPP fünf CNC-Maschinen vor den Augen der Belegschaft ab, um sie nach England zu transportieren.Doch der Insolvenzverwalter holte sie zurück.

Am 4. und 5. Januar wurden fünf CNC-Maschinen der Firma IPP van Triel von Essen abtransportiert. Ziel war der Mutterkonzern in England. Doch der am 8. Januar eingesetzte Insolvenzverwalter, Piepenburg aus Düsseldorf, stoppte den Transport vor der Einschiffung in Rotterdam. Zwei Monate lagerten die Maschinen dort, gestern wurden sie zurück geholt.

Die CNC-Maschine wird zurück in die Produktionshalle gefahren.

Ein Wirtschaftskrimi spielte sich am 4. und 5. Januar ab, als vor den Augen der Belegschaft der dreiste Geschäftsführer der IPP aus England die Hallen ausräumte. Siehe Bericht vom 5. Januar auf dieser Website.

Die Maschinen gehörten gar nicht der IPP, sie hatten sie nur vom Insolvenzverwalter geliehen. Somit war der Transportauftrag widerrechtlich. Sowohl Insolvenzverwalter als auch die Belegschaft, vertreten durch die IG Metall, erstatteten Anzeige. Dadurch, so schätzt die IG Metall ein, wurde die Verschiffung nach England verhindert. Seit gestern befinden sich die Maschinen wieder an Ort und Stelle, in ihren Hallen der IPP van Triel in Essen-Dellwig.

"Das ist ein gutes Zeichen," so Alfons Rüther, IG Metall Essen. "Denn jetzt kann Insolvenzverwalter Piepenburg mit Investoren die Betriebsübernahme verhandeln. Grundsätzlich heißt es, Ende gut, alles gut. Doch jede Übernahme nach einer Insolvenz wird einen Personalabbau nach sich ziehen, befürchtet die IG Metall. Doch das ist immer noch besser als die vollständige Liquidierung, denn die Hammerschmiede IPP van Triel ist ein tarifgebundenes Unternehmen."

Bericht und Fotos: Alfons Rüther, IG Metall Essen