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Zwischen Hoffen und Bangen

Noch kein Tarifabschluss für die Beschäftigten bei Atos und Unify

22.03.2018 I Auch nach neunstündiger Sondierung gestern in Düsseldorf konnten sich Metall-NRW und IG Metall auf keine Tariferhöhung für die Atos-Beschäftigten verständigen. Juan Carlos Rio-Antas, Verhandlungsführer der IG Metall, gibt den Arbeitgebern noch eine Chance auf dem Verhandlungsweg.

IG Metall-Verhandlungsführer Rio-Antas
Auf 4,3 % Entgelterhöhung ab Mai haben sie einen Anspruch, die über 600 Beschäftigten bei Atos und Unify auf der Luxemburger Straße in Essen. Der IT-Rahmentarifvertrag sieht vor, dass die Entgelterhöhungen der Metall- und Elektroindustrie mit einem Monat Verzögerung zu übernehmen sind.

Die Ausnahme dazu lautet: Der Arbeitgeber kann widerrufen, wenn die Entgelterhöhung der Metall- und Elektroindustrie für die IT-Branche unangemessen erscheint. Dazu bedarf es einem begründeten Widerruf der Arbeitgeberin, dass sie den Tarifabschluss nicht anerkennen will. Ein Widerruf liegt der IG Metall nicht vor.

Tarifkommissionssitzung am 19.3. in Frankfurt zur Vorbereitung der Verhandlungen

„Weder Fisch noch Fleisch“, kritisiert Alfons Rüther, IG Metall Essen. „das passt nicht zum Osterfest, denn Ostern endet die Fastenzeit. Jetzt müssen die Fakten auf den Tisch.“ Verhandlungsführer Rio-Antas will in einer letzten Sondierung am 12. April klären, ob die Tarifübernahme gelingt. Endet das Gespräch ergebnislos, dann drohen bei Atos ab dem 16. April Arbeitskampfmaßnahmen.

2018_03_22_Tarifinfo_Atos_RTV_2_Sondierung.pdf

Bericht und Fotos: Alfons Rüther, IG Metall Essen