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Kritik am Kohle-Kompromiss

Kohlekompromiss gefährdet Arbeitsplätze im Kraftwerksbau

22.02.2019 I IG Metall MEO: Jörg Schlüter, Bevollmächtigter der IG Metall MEO, kritisiert den Kohlekompromiss. Der Geldsegen geht an den Arbeitnehmern im Kraftwerksbau vorbei.

Schlüter kritisiert die Landesregierung NRW. Sie hat beim Kohlekompromiss geschlafen und die Beschäftigten im Kraftwerksbau vergessen, kritisierte er am 20. Februar auf der Delegiertenversammlung MEO in Mülheim. "Der Baggerfahrer bei Rheinbraun ist dauerhaft abgesichert – der Baggerschlosser nicht!", so Schlüter in seiner Rede.

Jörg Schlüter, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mülheim-Essen-Oberhausen
"Im Klartext heißt das für die Region," so Schlüter, "der Kraftwerksbetreiber ist dauerhaft abgesichert - der Kraftwerksbauer und der Kraftwerksservice geht vor die Hunde!" Schlüter kritisiert, dass zigtausende Arbeitsplätze im nahen Umfeld der Kohleverstromung nicht berücksichtigt wurden.

Schlüter weiter: "Was machen unsere Kraftwerksbauer und -Servicebetriebe sowie –Komponentenfertiger in der Zukunft? Kraftwerksbau zählt in MEO zur Kernindustrie der tarifgebundenen Arbeitsplätze, für die der Kohlekompromiss keinen Ausgleich vorsieht."

Um die gesamten Veränderungen in der Region zu erfassen, will Schlüter in MEO einen Transformationsatlas erstellen. Die Arbeit der Zukunft, Chancen und Risiken sollen damit erfasst werden. „Der technische Fortschritt darf uns nicht überrollen“, so Schlüter, „die IG Metall will beides, technischen und sozialen Fortschritt“. In den Betrieben erfolgt zurzeit die Erhebung durch die IG Metall, um die Entwicklungen zu erfassen. Schlüter bittet die Betriebsräte, diesen Prozess aktiv zu begleiten.

Text und Bilder: Alfons Rüther, IG Metall Essen