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Voller Einsatz für bessere Entgelte

3 Warnstreiks im Kfz-Handwerk für 6 % mehr Geld

04.06.2019 I Bei der BMW Niederlassung in Essen sowie in den Betrieben MAN Truck & Bus in Essen und Oberhausen standen heute die Räder für zwei Stunden still. Für 6 % (BMW 5%) mehr Geld sowie ein deutliches Plus für die Auszubildenden legten die Beschäftigten die Arbeit nieder.

In der letzten Woche hatten die Arbeitgeber das inzwischen bundesweit bekannte Angebot von 2,3 Prozent im ersten und 2 Prozent im zweiten Jahr vorgelegt. Das sei angesichts der guten Auslastung der Werkstätten und guter Geschäfte in den Autohäusern zu mager, so Jörg Schlüter, 1. Bevollmächtigter der IG Metall MEO. Dies hätten die Beschäftigten heute bei ihren Aktionen deutlich gemacht.

Mehr als 120 Beschäftigte der BMW Niederlassung in Essen zeigten, dass sie hinter der Foderung der IG Metall stehen.

Auch den Auszubildenden wollen die Arbeitgeber nur 30 Euro zugestehen. „Das ist angesichts des Fachkräftemangels in dieser Branche deutlich zu wenig. Das Handwerk leidet darunter, dass viele junge Menschen lieber in der Industrie einen Ausbildungsplatz annehmen. Dort ist die Vergütung deutlich höher. Darum muss gerade für die Auszubildenden eine überproportionale Erhöhung kommen“, erklärte Markus Ernst, IG Metall MEO in den Kundgebungen.

Bei MAN Truck & Bus in Oberhausen standen alle Räder still. Der Belegschaft reicht das Arbeitgeberangebot nicht aus.

Die IG Metall fordert gegenüber der „METALL NRW Fachgruppe Dienstleistungen/KFZ-Dienstleistungen“ für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk 6 bzw. 5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie eine überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütung.

Weder rein noch raus konnten die LKW bei MAN Truck & Bus in Essen. Protest für mehr Einkommen auf der Johannis-Kirch-Straße.

Hintergrund:

Die IG Metall NRW verhandelt mit der „METALL NRW Fachgruppe Dienstleistungen/KFZ-Dienstleistungen“, in der sich unter anderem die Beschäftigten der BMW-, Daimler- und IVECO Niederlassungen befinden.

Fotos: Jariv Schönberg, Bericht: Markus Ernst