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IG Metall puscht Digitalisierungsprozess

Arbeit 4.0 - MEO soll Anschluss finden

Die Digitalisierung ist ein schneller und doch fast lautloser Prozess, der unser Arbeits- und Lebensumfeld verändern wird. Damit möglichst viele in diesem Veränderungsprozess zum Gewinner werden, möchte die IG Metall MEO ein Vernetzungsportal „Ruhr – Valley“ gründen.

Mit diesen Worten eröffnete Holger Neumann, Gewerkschaftssekretär, die erste Digitalisierungskonferenz am 6. Oktober in den Werkshallen des Titanherstellers VDM Essen. Über 100 Teilnehmer aus Betriebsräten, Arbeitgebern, Wirtschaft und Verwaltung folgten der Einladung der IG Metall und PCG Project Consult.

Gewinnen werden nur die, die rechtzeitig auf die Entwicklung und Veränderung setzen, ergänzte Volker Schwering, stellv. Geschäftsführer des Essener Unternehmensverbandes. Bestimmte Jobs werden künftig keinen Arbeitsplatz mehr erfordern, die Arbeit kann mit dem Tablet von überall erledigt werden.

Wir setzen in der Ausbildung mehrere 3D-Drucker ein, berichtet Dr. Alexander Gulden von Thyssen-Krupp. Die Jugend geht damit innovativ um und zeigt neue Produktionsmöglichkeiten auf.

Holger Kowol, Betriebsrat bei der Schrader Industriefahrzeuge GmbH & Co.KG, zeigte Risiken auf. Die neue Connect-Box im Gabelstapler erfasst Betriebsstunden und Fehlercodes. Die Box ruft den Monteur und bestellt das Material. Doch achtet sie auch auf Pausen und Ruhezeiten? Menschen und Hochleistungsroboter werden lernen, zusammen zu arbeiten.

Für Dr. Constanze Kurz eine Herausforderung an die Ausbildung der Zukunft, die stärker auf Grundlagenbildung und Spezialisierung ausgerichtet sein wird. Dr. Klaus Kost, PCG Project Consult, sieht die Veranstaltung als ersten Schritt, den Rückstand der Digitalisierung zu Baden-Württemberg aufzuholen.

Die Fortsetzung ist bereits am 1. Dezember 2015 vorgesehen.