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Aus der Bildungsarbeit

BIWIN - erleichtert die Arbeit für Betriebsräte in Wirtschaftsausschüssen

17.07.2019 I BIWIN ist ein Tool für Betriebsräte, um rechtzeitig die wirtschaftliche Lage im Betrieb zu erkennen und Krisen vorzubeugen. Die IG Metall unterstützt ihre Betriebsräte mit diesem lizensierten Tool

Oberhausen: In einer Bildungsveranstaltung erklärt Walter Vogt, IG Metall-Vorstand, welche Handlungsmöglichkeiten für Betriebsräte in Wirtschaftsausschüssen bestehen. Mit BIWIN – dem betriebswirtschaftlichen Informationssystem – steht allen Betriebsräten ein Informationssystem zur Verfügung, wichtige Unternehmenskennzahlen rechtzeitig zu analysieren. Mit wenigen Klicks lässt sich die Gewinn- und Verlustrechnung durch den Wirtschaftsausschuss weitergehend reflektieren. So verfügt der Betriebsrat frühzeitig über Kennzahlen, ob die Geschäftsentwicklung den Aussagen des Arbeitgebers entspricht, so Vogt im Seminar.

vl: Kai Lamparter, IG Metall MEO, Walter Vogt, IG Metall Vorstand

Auf die Details kommt es an, erklärt Vogt. „Sinkende Gewinnmargen, fehlende Liquidität oder rückläufige Investitionen sind Anzeichen, die bereits vor einem Arbeitsplatzabbau eintreten“, so Vogt. Vogt will die Sensibilität der Wirtschaftsausschussmitglieder stärken und mit Hilfe eines EDV-Tools in die Lage versetzen, diese Anzeichen frühzeitig festzustellen. Vogt, „Oft werden Details versteckt dargestellt, um das Unternehmen schon aus Wettbewerbsgründen in ein gutes Licht zu stellen“. „80 % aller Unternehmenskrisen sind auf Managementfehler und zu späte Reaktionen oder Handlungsunfähigkeit zurückzuführen. Diese kann der Wirtschaftsausschuss sehr soft und frühzeitig erkennen und gegensteuern“, erklärt er in seiner Präsentation.

Kai Lamparter, Gewerkschaftssekretär MEO, weist auf die Möglichkeit hin, einen IG Metall-Vertreter in die Sitzung einzubeziehen. Die Option soll genutzt werden, wenn sich Veränderungen im Betrieb anzeigen. So können betriebsinterne Risiken aufgezeigt und rechtzeitig entgegengewirkt werden, erklärt Lamparter.

Bericht und Foto: Alfons Rüther, IG Metall