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Kennametal: Rauswurf trotz Rekord-Rendite – wir wehren uns

28.08.2019 I Bundesweiter Aktionstag am 28. August in Fürth.

Rauswurf trotz Rekord-Rendite: Nach der angekündigten Schließung der Standorte Essen, Lichtenau und Neunkirchen wehren sich Kennametal-Beschäftigte gegen die Entscheidung des US-Konzerns. Das Unternehmen hat in all seinen Filialen ein Klima der Verunsicherung und Angst geschaffen. Dagegen demonstriert die IG Metall anlässlich einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 28. August vor der Kennametal-Deutschlandzentrale in Fürth.

Nach einem Rekord-Ergebnis von 18 % (EBIT) im Jahr 2018 hat Kennametal mit Sitz in Pittsburgh einen umfangreichen Personalabbau von 20 Prozent der 2900 Stellen in Deutschland angekündigt. Der Werkzeugproduzent begründet den Schritt mit dem Ziel, noch höhere Renditen erwirtschaften zu wollen.

Jörg Schlüter, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Mülheim, Essen und Oberhausen, sagt: „Wir sind der Überzeugung, das über Jahrzehnte vermittelte Fachwissen wird auch in Zukunft für eine hochwertige Werkzeugproduktion benötigt. Menschen machen Marge, Maschinen allein schaffen eben keine Werte.“

Der Kennametal-Konzern unterhält in Deutschland Standorte in Ebermannstadt (Bayern), Essen (NRW), Fürth (Bayern), Königsee (Thüringen), Lichtenau (Bayern), Mistelgau (Bayern), Nabburg (Bayern), Neunkirchen (Saarland), Schongau (Bayern) und Vohenstrauß (Bayern).

Teile der Essener Belegschaft, bei WIDIA beteiligt sich an diesen Aktionstag (Aufruf_Aktionstag__Kennametal.pdf). 70 Mitarbeiter haben Freizeit beantragt und startet mit Bussen um 6:00 Uhr am WIDIA Standort an der Münchener Straße, zur Kennametal-Deutschlandzentrale, Wehlauerstraße 73, 90766 Fürth.