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IG Metall Transformationstag mit Arbeitgebervertretern

25.11.2019 I Am Donnerstag, den 21.11.2019 lud die IG Metall Mülheim-Essen-Oberhausen zu einem Transformationstag ein. Ziel war der Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der betrieblichen Mitbestimmung, dem Unternehmerverband und der Agentur für Arbeit.

Die IG Metall betreut rund 160 Betriebe in Mülheim, Essen und Oberhausen. Im Großen Saal des Gewerkschaftshauses in Oberhausen, blieben nur wenige Plätze frei. Das Thema Transformation beschäftigt die IG-Metall-Betriebsräte schon längere Zeit in ihren Betrieben. Sie kommen aus kleinen und mittelständischen Betrieben und aus großen Konzernunternehmen. Darunter nahmen auch viele Mitglieder von Betriebsräten aus dem Kraftwerksanlagenbau teil.

Jörg Schlüter, der erste Bevollmächtigte der IG Metall Mülheim-Essen-Oberhausen begrüßte die Gäste. Wolfgang Nettelstroth, von der IG Metall Bezirksleitung in Düsseldorf, Tobias Fastenrath, der neue Verbandsingenieur des Unternehmerverbandes in Duisburg, sowie die Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit in Oberhausen Christiane Artz und ihr Kollege Sven Lehmann waren bereits als Referenten angekündigt.

Schlüter wies bereits in seiner Begrüßungsansprache auf die Anforderungen der Gewerkschaft im Strukturwandel hin: „für uns als IG Metall ist die Qualität der Arbeit von entscheidender Bedeutung“. Es dürfe nicht nur darum gehen, den Menschen „marktfähig“ zu machen. „Wir verlangen von den Arbeitgebern eine langfristige und nachhaltige Unternehmensplanung, bei der die Betriebsräte eine erweiterte Mitbestimmung brauchen“, so Schlüter weiter.

Wolfgang Nettelstroth, stellte in seinem Beitrag die Ergebnisse einer Betriebsrätebefragung vor, den Transformationsatlas. Die Ergebnisse daraus waren, dass aus Sicht der Mitbestimmung nur rund ein Drittel der Unternehmen ausreichend auf den digitalen Strukturwandel mit einer eigenen Strategie vorbereitet sind. Er rief die Betriebsräte auf zusammen mit der IG Metall die Zukunft der Arbeit zu gestalten. Tobias Fastenrath hingegen verlangte, dass man „über ein Update des alten Arbeitszeitgesetzes nachdenken muss“, so müsse auch darüber diskutiert werden die gesetzliche Ruhezeit von 11 Stunden zwischen den Schichten zu verkürzen und die Arbeitszeiten auch im Bereich der mobilen Arbeit zu flexibilisieren.

Die Betriebsräte diskutierten in Arbeitsgruppen unter anderem zu den Themen Strategie und Beteiligung, Arbeitsbelastung und Personalentwicklung und Qualifizierungsmaßnahmen. Die zusammengetragenen Ergebnisse ergaben einen deutlich wachsenden Mitbestimmungs- und Qualifizierungsbedarf und die Notwendigkeit, seitens der Mitbestimmung eigene Strategien für den digitalen Strukturwandel durchzusetzen.

Zum Abschluss stellte die Agentur für Arbeit Oberhausen ein Angebot an Arbeitnehmer aber auch Arbeitgeber vor, die Finanzierung für Qualifikations- und Umschulungsangebote finanziell zu unterstützen.

Zum Ende der Veranstaltung wies Schlüter noch auf die Beratungs- und Schulungsangebote der IG Metall hin und stellte in Aussicht, dass die Gewerkschaft zusammen mit den Beschäftigten und der Mitbestimmung aus den Betrieben weiterhin das Thema Transformation der Arbeit in den Fokus nehmen wird.