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Thyssenkrupp Business Services: Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau

10.01.2020 I Am Donnerstag, den 9. Januar 2020, haben über 100 Beschäftigte von Thyssenkrupp Business Services vor der alten Hauptverwaltung gegen drohenden Stellenabbau protestiert.

Holger Hollnack, Betriebsratsvorsitzender, stellt klare Forderungen auf: Den Stahltarif über 2022 hinaus verlängern, keine betriebsbedingten Kündigungen, kein Outsourcing, und wenn Stellenabbau, dann sozialverträglich. Er erinnert daran, dass schon vor knapp sechs Jahren drastische Einschnitte drohten – etwa die Verlegung von Jobs nach Berlin inklusive einer schlechten Bezahlung nach Handwerk-Ost-Tarifen.

Für die Thyssenkrupp Beschäftigten ist die Ente das Symbol des erfolgreichen Widerstandes.

Als im Februar 2014 rund 5000 Beschäftigte vor dem Würfel demonstrierten, setzten Betriebsrat und Gewerkschafter rund 10.000 gelbe Plastikenten in die Wasserachse vor Q1. Der Kampf endete aus Sicht der Belegschaft mit einem Erfolg. Seitdem genießt die Ente bei Thyssenkrupp Kultstatus, sie ist eine Maskottchen geworden. Hollnack: „Die Ente ist für uns Symbol des Widerstandes und Symbol für eine erfolgreiche Form, sich zu wehren.“

Heute, so fügt Holger Hollnack zynisch hinzu, könne sich der hoch verschuldete Konzern nicht einmal mehr das Wasser für die Wasserachse leisten. Da die Protest-Ente jetzt nicht mehr schwimmen könne, ersannen sich die Gewerkschafter eine neue Symbolik. Sie lassen die Ente jetzt im Wind fliegen. Um viertel nach zwölf zogen sie am Fahnenmast ein Banner mit einer roten Wut-Ente hoch. „Die Ente bleibt so lange am Mast, bis wir eine gute Lösung erzielt haben“, warnt Hollnack.