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IG Metall fordert Aufstockung zum Kurzarbeitergeld

Betriebsräte werden bei der Verhandlung zu Kurzarbeit von der IG Metall unterstützt

30.03.2020 I Der Abschluss einer Kurzarbeitervereinbarung unterliegt der Mitbestimmung, so dass Kurzarbeit erst nach Abschluss einer Betriebsvereinbarung möglich ist. Doch die Tücke liegt im Detail, da der Arbeitsausfall einen Entgeltausfall nach sich zieht.

Am Freitag erklärte Kai Lamparter, Gewerkschaftssekretär der IG Metall MEO die Details, was beim Abschluss einer Kurzarbeits-Betriebsvereinbarung zu beachten ist. Die Bundesregierung hat erhebliche Erleichterungen für die Kurzarbeitsgewährung beschlossen, doch ebenso auch deutliche Entlastungen, erklärt Lamparter im Video-Webinar. Das heißt für die Betriebsräte, eine Aufstockung zum Kurzarbeitergeld zu fordern.

Großfläche Anzeigen in den Tageszeitungen am 28. März 2020

Am Wochenende hatte die IG Metall in Großanzeigen in den Tageszeitungen die Forderung nach einer Aufstockung unterstrichen und die Arbeitgeber zu Fairness aufgefordert. Die Arbeitnehmer müssen weiter ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen können, wie Miete und Lebenshaltungskosten, und das sei mit 60 bzw. 67 % Kurzarbeitergeld nicht immer möglich. Die Arbeitgeber seien zu 100 % entlastet, nun sei es an der Zeit, auch die Beschäftigten teilhaben zu lassen.

Kai Lamparter erläutert in einer Videokonferenz, worauf Betriebsräte beim Abschluss einer Betriebsvereinbarung achten sollen.

Lamparter unterstrich, dass nur durch Betriebsvereinbarung eine faire Teilhabe geregelt werden könne. Nun seien die Betriebsräte gefordert, durch gute Betriebsvereinbarungen den Entgeltausfall zu minimieren und die Lasten gleichmäßig auf alle Arbeitnehmer zu verteilen.

Die IG Metall berät Betriebsräte beim Abschluss von Betriebsvereinbarungen zur Kurzarbeit. Hinweise und Muster-Vereinbarungen werden individuell den Gremien zur Verfügung gestellt. Anfrage hier: „

Bericht: Alfons Rüther, IG Metall MEO