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Nie wieder Faschismus

Kein Platz für Rassismus! – Angriff auf Gewerkschaftshaus

24.06.2020 I Am 22.06.20 wurde der Aufzug des Gewerkschaftshauses in Mülheim an der Ruhr mit einem Hakenkreuz beschmiert. Dies wurde unverzüglich zur Anzeige gebracht. „Wir haben eine Null- Toleranzpolitik gegenüber Rassismus, Sexismus und Homophobie“ so Jörg Schlüter, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mülheim, Essen und Oberhausen. „Gerade im Hinblick auf die Geschichte der Gewerkschaften sehen wir so etwas als einen Angriff auf uns, unsere Kolleginnen und Kollegen und unsere Arbeit“ ergänzte Markus Ernst, Kassierer der IG Metall Mülheim, Essen und Oberhausen.

Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaftshäuser durch die Nationalsozialisten angezündet und aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter systematisch verfolgt, unterdrückt, inhaftiert und ermordet. Dies jährte sich 2018 bereits zum 85. Mal.

Doch noch immer gibt es geistige Brandstifter unter uns die versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten und gegeneinander auszuspielen. Es mehren sich die Fälle von rechtsextremen Gewalt- sowie Eigentumsdelikten und Morden. Rechtsextremes Gedankengut ist leider nicht 1945 mit der Kapitulation Deutschlands und dem Ende des 2. Weltkrieges verschwunden. Seien es die Ausschreitungen von Hoyerswerda 1991, die Angriffe in Rostock- Lichtenhagen 1992 oder die Mordanschläge der NSU. So gab es durchweg seit Ende des Krieges rechte Gewalttaten und Morde. Auch in diesem Jahr am 19. Februar 2020 gab es einen Anschlag mit mehreren Toten in Hanau und am 9. Oktober 2019 in Halle. Dies sind keine Taten von „Irren“ wie es von Politikern brauner Parteien gerne bei rechter Gewalt dargestellt wird. Rassismus ist wieder „salonfähig“ und das, seit sogenannte „alternative“ Parteien an der Grenze auf Flüchtlinge schießen lassen wollen und die NS-Zeit als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte abtun.

Erst seit der Wiedervereinigung 1990 werden Opfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland erfasst. Offiziell gibt es seitdem ca. 100 Todesopfer. Laut Amadeu Antonio Stiftung ist diese Zahl jedoch mindestens doppelt so hoch.

„Fest steht, dass wir in Deutschland durch Migration gewachsen sind und heute eines der wirtschaftsstärksten Länder der Welt sind. Wir lassen uns nicht spalten und stehen weiter für eine offene Gesellschaft und das auch in unseren Betrieben“ so Schlüter abschließend.