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Friedrich-Wilhelms-Hütte Eisenguss GmbH

01.07.2020 I Am Montag, den 22.06.2020, wurden die Beschäftigten auf einer Belegschaftsversammlung darüber informiert, dass die FWH einen Antrag auf ein sogenanntes Schutzschirmverfahren gestellt hat. IG Metall und Betriebsrat wollen sich aktiv in das Sanierungskonzept einbringen.

Dirk Horstkamp
Die Krise im Unternehmen kommt nicht überraschend, erklärt Dirk Horstkamp, IG Metall-MEO. Die Hütte ist seit gut 10 Jahren immer wieder mit der IG Metall in Gesprächen. Mal wird die Arbeitszeit erhöht, mal werden Tariferhöhungen zeitlich verschoben.

Jedes Jahr wird um die Jahressonderzahlung gerungen. Somit ist die Belegschaft Krisenerprobt, berichtet Horstkamp.

Friedrich-Wilhelms-Hütte Eisenguss GmbH

Horstkamp greift das Angebot des Sachwalters der übergeordneten GMH-Holding, Christopher Zeagon auf, dass es zur Sanierung keine Denkverbote geben darf. Auf diese Zusage setzt die IG Metall, sie will frühzeitig in Konzepte einbezogen werden und diese aktiv im Sinne der Beschäftigten mitgestalten/beeinflussen können. Die Belegschaft erwartet, dass die Sanierung gemeinsam mit uns entwickelt wird. „Ideen, die gemeinsam entwickelt werden, haben eine größere Akzeptanz und somit größere Erfolgsaussicht, als einseitige Handlungen“, erklärte Horstkamp in der Gesamtbetriebsratssitzung am Mittwoch in Paderborn.

IG Metall und Betriebsrat sind zur engen Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung bereit und wollen die kommenden Monate nutzen, damit die Sanierung gelingt. Die Urlaubszeit wird nicht zu einer Verzögerung der Gespräche führen, erklärt Horstkamp.

Die IG Metall erwartet, dass neben dem einträglichen Stahlguss auch der Eisenguss eine Zukunft in Mülheim hat.

Friedrich-Wilhelms-Hütte Eisenguss GmbH

Bericht und Fotos: Dirk Horstkamp, IG Metall MEO